Leitbild der vhs Pforzheim-Enzkreis
Als die große Weiterbildungseinrichtung in der Region sieht sich die Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis in der Verpflichtung, den Bildungsauftrag nach der Landesverfassung und dem Weiterbildungsgesetz des Landes Baden-Württemberg wahrzunehmen und gemäß dem Gesellschaftsvertrag zwischen der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis für die Menschen in der Region umzusetzen. Sie bietet in ihrem Zuständigkeitsbereich für Stadt und Kreis ein Weiterbildungsprogramm an, das sich am Leitmotiv Partnerschaft und Offenheit orientiert.
Das Bildungsangebot wird in partnerschaftlicher Zusammenarbeit unter den vhs-Teams entwickelt. Zahlreiche Veranstaltungen werden mit Kooperationspartnern abgestimmt und gemeinsam durchgeführt, Bildungsinhalte und Methoden werden mit den Dozenten mit dem Ziel abgesprochen, ein partnerschaftliches Lernen mit den Teilnehmern zu ermöglichen. Beratung und Förderung der Teilnehmenden erfolgen auf einer partnerschaftlichen Basis. Eine besondere Partnerschaft besteht zu den Gesellschaftern der vhs-GmbH, für die die Volkshochschule als kommunale Dienstleisterin agiert und Bildungsaufgaben in deren Namen übernimmt.
Das Bildungsprogramm ist offen für alle Themen und Inhalte, soweit sie dem öffentlichen Bildungsauftrag nicht widersprechen. Die vhs steht neuen Lernformen aufgeschlossen gegenüber. Der Zugang zu den Veranstaltungen steht allen offen. Durch die kommunale Trägerschaft und Förderung durch öffentliche Mittel sieht sich die vhs einem verantwortungsvollen und wirtschaftlich angemessenen Umgang mit allen Ressourcen verpflichtet. Als öffentliche Bildungseinrichtung ist sie parteipolitisch, weltanschaulich und konfessionell unabhängig.
Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Veränderungsprozesse und angesichts vielfältiger individueller und gesellschaftlicher Herausforderungen leistet die vhs als Einrichtung des Lebenslangen Lernens einen unverzichtbaren Beitrag der Daseinsvorsorge für die Menschen. Sie vermittelt Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur fachlichen Weiterbildung. In einer globalisierten Welt gibt sie Orientierung für personale Entwicklung und den Erwerb von Schlüsselkompetenzen und sie bietet Gelegenheit zur sozialen Entfaltung Einzelner und zur Integration unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen. Ihr ganzheitlicher Bildungsbegriff geht von der Gleichrangigkeit kognitiven, psychomotorischen, affektiven und sozialen Lernens aus. Wissen und Bildung dienen der beruflichen und der individuellen Verwertung gleichermaßen. Die Volkshochschule und ihre Abendschulen eröffnen vielen eine zweite Lebens- und Berufschance und ermöglichen mehr Chancengleichheit durch mehr Bildung.
Im Mittelpunkt aller Bildungsplanungen stehen die Teilnehmer der Volkshochschule. Dies trifft insbesondere auf das Bildungsangebot, dessen inhaltliche und methodische Umsetzung, die Dozentenauswahl und die Veranstaltungsevaluation zu. In gleichem Maße von Bedeutung ist eine solide organisatorische Planung und Durchführung der Veranstaltungen. Eine übersichtliche und gut strukturierte Gestaltung des gedruckten vhs-Programmheftes und dessen Präsentation im Internet tragen gemeinsam mit fairen und transparenten Anmelde- und Geschäftsbedingungen zur Kundenzufriedenheit bei. Marktgerechte und sozial ausgewogene Gebühren ermöglichen allen Gesellschaftsschichten den Zugang zu den Bildungsveranstaltungen der Volkshochschule. Kundenservice ist uns ein wichtiges Anliegen.
Die Organisationsstruktur der vhs mit Leitungs-, Fach-, Organisations- und Service-Teams und den jeweils entsprechenden Anforderungsprofilen an die Mitarbeiter sind Garant für die Qualität des Bildungsprogramms und die Professionalität der Bildungseinrichtung. Das Bildungsprogramm ist in der Angebotsstruktur und inhaltlichen Qualität verlässlich und kontinuierlich. Teilnehmer werden kompetent beraten, sie können sich Einstufungstests unterziehen und erhalten für die entsprechenden Veranstaltungen sorgfältig ausgewählte Lehr- und Lernmaterialien. Das fachlich und erwachsenenpädagogisch qualifizierte und engagierte Lehrpersonal wird sorgfältig von den Mitarbeitern des Fachteams ausgewählt, geschult und zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen motiviert, um deren didaktische, methodische, soziale und personale Kompetenz zu verbessern. Adäquate Räumlichkeiten und eine moderne technische und mediale Ausstattung sorgen für eine lehr- und lernfreundliche Umgebung. Die Einhaltung und Verbesserung interner wie externer Qualitätskriterien ist stetiger Auftrag für alle Volkshochschulmitarbeiter.
Damit Lernen gelingen kann, sieht die vhs ihre Aufgabe darin, die Rahmenbedingungen des Lernprozesses für Teilnehmer und Dozenten so zu gestalten, dass die für die jeweiligen Kurse, Vorträge und Veranstaltungen genannten Ziele möglichst erreicht werden können. Teilnehmende sollen auch lernen, wie man lernt, um als autonome Lerner Lernen selbstgesteuert vorzunehmen.
Lernen ist gelungen, wenn Teilnehmer erkennen, dass sie ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und vertiefen konnten, und sie erfahren, dass sie sich durch gemeinsames Lernen in der Gruppe individuell weiterentwickelt haben. Lernen ist insbesondere dann gelungen, wenn Teilnehmer Weiterbildung für sich als sinnvolles Tun betrachten, den zeitlichen und finanziellen Aufwand hierfür als lohnende Investition bewerten und Lebenslanges Lernen nicht nur als notwenig erachten, sondern als persönliche Bereicherung und Verbesserung ihrer Lebensqualität empfinden.

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